Ein praktischer Handstaubsauger.

Handstaubsauger

Die schmalen kompakten Handstaubsauger sind insbesondere für kleinere Wohnungen praktisch und kommen überall dort zum Einsatz, wo man Teppiche, Teppichböden und Hartboden gründlich reinigen möchte, aber mit dem Bodenstaubsauger Probleme hätte. Sie sind kleiner, wesentlich leichter und handlicher als Bodenstaubsauger und lassen sich noch dazu platzsparender abstellen. Die kompakten Reinigungsgeräte gibt es entsprechend ihrer jeweiligen Verwendungsweise in verschiedenen Bauarten.

Erste Handstaubsauger Modelle

Der Staubsauger wurde in den 1860er Jahren in den USA erfunden. Das erste gebrauchsfähige Modell wurde 1876 zum Patent angemeldet. Vorläufer der heute eingesetzten Haushalts-Staubsauger war das Patent des US-amerikanischen Erfinders James Murray Spangler aus dem Jahr 1908. Aus diesem Prototyp entstand der erste Hoover Staubsauger. Das erste deutsche Staubsauger Modell wurde 1912 entwickelt und hatte die Bezeichnung Lux I. Die ersten transportablen Handstaubsauger gab es in den 1950er Jahren. Sie wurden schnell zum Verkaufsschlager, da man mit ihnen die zeitgleich eingeführten Teppichböden reinigen konnte. Die leichteren Handstaubsauger sind seit den 1980er Jahren erhältlich.

Funktionsweise von Handstaubsaugern

Handstaubsauger sind Elektro-Reinigungsgeräte, die mit einem Gebläse und einer Ansaugöffnung (Bodendüse) ausgestattet sind. Die Düse wird über die zu reinigende Fläche geleitet, wobei der vom Gebläse erzeugte Luftstrom Staub, Krümel und Schmutz vom Boden aufsaugt und in einem luftdurchlässigen Staubbeutel festhält. Zwischen dem Beutel und dem Motor befindet sich ein herausnehmbarer Filter. Er schützt Motor und Gebläse vor austretendem Staub und Schmutz, falls der Staubbeutel durch eingesaugte spitze Gegenstände einmal reißen sollte. Die Luft wird über den Filter geleitet, kühlt den Motor und wird am anderen Ende des Gehäuses als Abluft in den Raum geblasen.

Bei teureren Handstaubsauger Modellen wird die austretende Luft zuvor durch einen weiteren Filter gereinigt. Handstaubsauger haben Bauart bedingt kleinere Staubbeutel als die wesentlich größeren Bodenstaubsauger. Statt eines Handstaubsaugers kann man natürlich auch einen Bodenstaubsauger, einen Bürstsauger mit Elektrobürsten und – falls es speziell um das Aussaugen des Fahrzeuginnenraums geht – den Tankstellensauger verwenden.

Bauarten von Handstaubsaugern

Handstaubsauger gibt es in verschiedenen Bauarten. Als Materialien verwendet man meist Kunststoff (für Gehäuse, Düsen und Handgriff), Edelstahl (für die Rohre) oder verchromten Edelstahl (bei höherpreisigen Modellen). Der bekannte britische Hersteller Dyson verbaut ABS Polycarbonat, das besonders langlebig und robust ist und zur Herstellung von Flugzeug-Fenstern verwendet wird. Handstaubsauger sind entweder Rüsselsauger, Stabsauger, Akkusauger oder Akku Handsauger. Die Rüsselsauger kennt jeder Autofahrer, der an der Tankstelle sein Auto aussaugt. Stabsauger (sie werden wegen ihres schmalen Designs so genannt), Akkusauger und Akku Handsauger werden ausschließlich im Haushalt genutzt.

Stabsauger sind leichter und kompakter als Bodenstaubsauger, die auf Rollen laufen und hinterhergezogen werden. Über einen Kunststoff Handgriff sind sie einfach zu manövrieren und eignen sich gut für kleinere Flächen. Viele Modelle haben ein bewegliches Düsen-Gelenk, sodass man auch schwer erreichbare Ecken säubern kann. Möchte man jedoch den Boden unter niedrigen Möbeln saugen, muss man erst ein Verlängerungsrohr zwischen Gehäuse und Bodendüse aufstecken. Im Gegensatz zu Bodenstaubsaugern, die über einen automatischen Kabel-Einzug verfügen, muss der Nutzer eines Stab-Saugers das Kabel mit der Hand aufwickeln. Nach dem Gebrauch kann man den Handstaubsauger platzsparend im Schrank unterbringen. Stab-Sauger sind mit und ohne Staubbeutel und mit diversen Düsen Aufsätzen für spezielle Verwendungsweisen (Couch Ritzen, Hartboden etc.) erhältlich.

Für den kleinen schnellen Einsatz zwischendurch eignet sich der kleine Akku-Sauger, der auch Tischsauger genannt wird. Ihn nimmt man immer dann, wenn man zwar Schmutz gründlich beseitigen, aber keinen Großputz veranstalten möchte. Er saugt quasi nebenbei Krümel vom Tisch, Zigarettenasche vom Boden und Tierhaare von der Couch. Auch den Akkusauger gibt es mit oder ohne Beutel. Manche der Mini Staubsauger können sogar Flüssigkeiten aufnehmen. Akku Sauger sind wesentlich leichter als Stab-Sauger und werden zum Aufladen einfach in eine an der Wand angebrachte Ladestation gehängt. Verwendet man sie mit speziellen Aufsätzen, kann man mit ihnen sogar Gardinen und Wände von Staub befreien. Die maximale Leistung der meisten Akku-Sauger beträgt bei voll aufgeladenem Akku 10 Minuten. Tischsauger sind insbesondere deshalb so beliebt, weil man sich mit ihnen den lästigen „Kabelsalat“ erspart.

Nachteilig bei Geräten ohne Staubbeutel: das Entleeren und Säubern der Staub-Auffangbehälter, das von vielen Nutzern als unhygienisch beschrieben wird. Akkusauger sind preisgünstiger als andere Handstaubsauger. Allerdings sind sie wegen ihres schlechten Staub-Rückhalte-Vermögens für Allergiker nicht geeignet. Den Akku Handstaubsauger gibt es in verschiedenen Ausführungen. Bei manchen Modellen sind Saugrohr und Düse direkt am Akku-Sauger verbaut. Andere Akku Handstaubsauger sind zerlegbar, sodass man den Akkusauger separat nutzen kann.

Bekannte Hersteller von Handstaubsaugern verschiedener Bauart sind beispielsweise Miele, Bosch-Siemens Haushaltsgeräte, Elektrolux, Candy Hoover Group, Fakir Haushaltsgeräte, Vorwerk und Dyson.

Wie reinigt man einen Handstaubsauger?

Bei Handstaubsaugern mit Staubbeutel lässt die Saugkraft nach, wenn der Beutel voll ist. Normalerweise hat sich das Problem mit dem Austausch des Beutels erledigt. Saugt das Gerät jedoch immer noch nicht mit der gewohnten Saugstärke, sollten Sie das Saugrohr genauer unter die Lupe nehmen und nachschauen, ob es verschmutzt ist. Hat sich dort Schmutz abgelagert, ziehen sie es einfach aus dem Gehäuse und weichen es in der Badewanne in warmem Wasser ein, bis sich die Verunreinigungen gelöst haben. Danach spülen Sie das Rohr mit warmem Wasser ab und lassen es vollständig trocknen. Danach können Sie es wieder aufschrauben.

Einmal jährlich sollte der Motor-Filter herausgenommen und kräftig ausgeschüttelt werden. Damit Sie dabei nicht in einer Staubwolke stehen, sollten Sie den Filter zuvor in eine Tüte stecken und sie dann fest verschließen. Waschbare Filter reinigen Sie unter fließendem Wasser und lassen sie dann an der Luft trocknen. An der Bodendüse hängengebliebene Fusseln und Haare können mit einem Kamm oder mit der Hand entfernt werden. Kann Ihr frisch gereinigter Handstaubsauger dennoch seine Arbeit nicht wie gewohnt verrichten, könnte es sein, dass das Saugrohr von einem etwas größeren Gegenstand verstopft wird. Die Kunststoffteile Ihres Handstaubsaugers innen und außen können mit einem leicht mit Essigwasser angefeuchteten Tuch gereinigt werden.

Beutellose Staubsauger findet man häufig in Haushalten, bei denen viel Schmutz zu entfernen ist. Einfachzyklonsauger müssen öfter gereinigt werden als Multizyklonsauger. Dazu hält man den Zentralfilter einfach unter fließendes lauwarmes Wasser und setzt ihn wieder ein, wenn er trocken ist. Multizyklonsauger haben Schwebstofffilter, die nur ab und zu in warmem Wasser gesäubert werden müssen. Manche dieser Filter müssen nach einigen Jahren ausgewechselt werden.

Handstaubsauger, die beim Hausputz einen üblen Geruch verströmen, stellen den Nutzer vor ein ganz anderes Problem. In manchen Fällen sind daran ein überhitzter Motor oder verschmorte Kabel und angesengte Kunststoff Bauteile Schuld. In einem solchen Fall sollten Sie Ihren Handstaubsauger unbedingt von einem Fachmann überprüfen und gegebenenfalls reparieren lassen. Harmloser, aber nicht weniger unangenehm ist der Gestank, den Schimmel und Bakterien im Beutel verursachen. Sie finden dort im feuchtwarmen Klima den idealen Nährboden, um sich rasant zu vermehren. Saugt man dann auch noch versehentlich etwas Wasser oder verschüttete Limonade auf, riecht es noch übler. Um zu verhindern, dass es zu dieser schlimmen Geruchsbelästigung kommt, sollten Sie Ihren Staubbeutel häufiger austauschen und möglichst keine Nahrungsmittelreste aufsaugen. Das teure Staubsauger-Deo ersparen Sie sich, indem Sie eine kleine Menge Waschpulver auf den Boden streuen und einfach wegsaugen.

Was man beim Kauf eines Handstaubsaugers beachten sollte

Vor dem Kauf des Saugers sollten Sie sich darüber im Klaren sein, für welchen Verwendungszweck Sie den Staubsauger haben möchten. Benötigen Sie ihn für umfangreichere Putzaktionen, muss es ein klassischer Haushaltsstaubsauger sein. Für das kleine Saubermachen reicht ein preisgünstiger Akkusauger aus. Außerdem spielt die Bedienbarkeit eine große Rolle. Am besten sind Handstaubsauger, bei denen man sich nicht bücken muss und bei denen die Bedienelemente am ergonomisch gestalteten Handgriff angebracht sind. Auch Sauger mit flexiblem Düsen-Gelenk (Dreh-Kipp-Gelenk) sind praktisch: Sie lassen sich leichter manövrieren und säubern auch schlecht zu erreichende Stellen auf dem Fußboden. Außerdem ist die Reichweite wichtig. Denn ist Ihre Wohnung größer, nützt Ihnen ein Staubsauger nichts, der nur ein kurzes Kabel hat und Sie den Stecker häufig umstecken müssen.

Wer seinen Staubsauger Treppen hoch tragen muss, sollte ein möglichst leichtes Gerät kaufen. Obwohl die meisten handelsüblichen Handstaubsauger ein relativ geringes Gewicht haben, gibt es bei ihnen diesbezüglich große Unterschiede. Wohnen Sie in einer Neubauwohnung, sollten Sie möglichst keinen allzu lauten Staubsauger wählen. Akzeptabel sind Geräte, deren Lautstärke unter 70 Dezibel liegt. Wie laut das Gerät ist, können Sie am Energielabel ablesen.

Was die Saug-Leistung Ihres neuen Haushaltshelfers angeht, sollten Sie sich nicht von der angegebenen Watt-Zahl irritieren lassen. Sie sagt nur etwas über den Energieverbrauch des Geräts aus. Entscheidend für die Saug-Leistung sind ein leistungsfähiger Motor und eine aerodynamische Bodendüse, die zu der Form des Gehäuses passt. Ganz wichtig ist, dass die Saugleistung regulierbar ist. Bei teureren Geräten reguliert sie sich selbsttätig. Welche Saugleistung der Handstaubsauger hat, können Sie am neuen Energielabel ablesen. Reinigungsklasse A hat die beste Saugleistung, G die schlechteste. Möchten Sie Ihren Sauger nicht nur auf dem Teppichboden, sondern auch auf normalem Bodenbelag einsetzen, sollten Sie darauf achten, dass er auch für Hartboden geeignet ist. Denn finden Sie auf dem EU Energielabel keine diesbezügliche Angabe, ist er das nicht.

Eine gute Saugleistung haben Staubsauger mit 1300 bis 2200 mm/H20 (250 bis 400 air watts). Den Energieverbrauch des Haushaltsgeräts können Sie ebenfalls am neuen EU Energielabel ablesen. Hat es Energieeffizienzklasse A, ist es Energie sparend. G Handstaubsauger verbrauchen sehr viel Energie. Der durchschnittliche Jahresverbrauch ist ebenfalls auf dem Label vermerkt.

Wer eine Hausstauballergie hat, sollte sich am besten für einen Handstaubsauger mit Hepa Filtertechnik entscheiden und häufig den Staubbeutel wechseln. Die extrem feinporigen Filter sorgen dafür, dass die Abluft fast hundertprozentig frei von Staub ist. Sogar Feinstaub, kleinste Partikel und Schwebstoffe werden in ihnen festgehalten, sodass sie die Atemluft des Allergikers nicht belasten. Die besten Hepa Filter halten Partikel von bis zu 0,1 Mikron zurück, sodass die Abluft sogar reiner als die Raumluft ist. Für Hausstaub- und Tierhaar-Allergiker gut geeignet sind auch Handstaubsauger mit Elektrobürste: Die auf jede Flor-Höhe einstellbaren Bürsten lockern den Teppichboden Flor noch stärker auf und saugen auch tiefer sitzenden Schmutz weg.

Angaben über das Staubrückhaltevermögen finden Sie auf dem Energielabel. Menschen, die zwar keine Allergie haben, aber dennoch Wert auf eine reine Abluft legen, sollten sich für einen Sauger entscheiden, der mehrere Filter oder Doppelfilter hat. Manche Handstaubsauger werden mit Beuteln verwendet, die eine antibakterielle Beschichtung haben. Sie sorgen dafür, dass es im Beutel gar nicht erst zur Vermehrung von Schimmelpilzsporen und Bakterien kommen kann. Eine andere Möglichkeit besteht darin, einen Dyson Staubsauger ohne Staubbeutel zu kaufen.

Der große Handstaubsauger Test

MarkeBlack & DeckerFakirTV Unser Original
ModellnummerPD1820LLHN 1809294
ArtAkku HandstaubsaugerAkku HandstaubsaugerHandstaubsauger
Leistung25 Watt21 Watt600 Watt
Gewicht2kg1,1kg3,1kg
Fassungsvermögen0,56 Liter0,4 Liter0,7 Liter
Saugradius1,5 bis 1,7 Meter-mehr als 5 Meter
Laufzeit15 Minuten25 Minuten-
Ladezeitunter 4 Stundenk.A.-
Zubehör2 in 1 Fugendüse mit ausklappbarer Polsterbürste, extra lange Fugendüse, 1 Zubehör-ClipMöbelbürste, FugendüseUniversalbodendüse, Kunststoffsteckrohr, Polster- und Fugendüsen
Filterbeutel benötigtneinja (Hepa-Filter)nein

Sicherheit

Für Handstaubsauger gilt grundsätzlich das, was bei allen elektrischen Haushaltsgeräten beachtet werden sollte. Mit seinem Handstaubsauger sollte man unter keinen Umständen Flüssigkeiten aufsaugen, es sei denn, man hat einen Wet & Dry Staubsauger. Das Aufsaugen von heißer Asche sollte ebenfalls unterlassen werden. Wer einen Staubsauger mit Elektrobürsten hat, sollte unter keinen Umständen in die Bürste greifen, solange das Gerät noch in Betrieb ist und der Netzstecker noch nicht gezogen wurde. Reinigungsarbeiten am Staubsauger sollten erst dann vorgenommen werden, wenn das Gerät nicht mehr am Netz ist. Nutzer von Handstaubsaugern sollten keinesfalls auf eigene Faust Schrauben am Gerät entfernen und das Gehäuse öffnen. Defekte Geräte dürfen nur vom Fachmann untersucht werden.