Staubsauger ohne Beutel

Hoover ist der Vater der Staubsauger

Wie kommt der Staub eigentlich in den Staubsauger? Wenn Sie physikalisch bewandert sind, vermuten Sie wahrscheinlich ein bestimmtes Druckverhältnis als Funktionsbasis für das Gerät. Das ist richtig, denn Staubsauger saugen mit dem Unterdruck eines motorbetriebenen Gebläses. Die Ansaugöffnung zieht Luft ein, um das Druckdefizit im Inneren auszugleichen. Dass dabei Staub und Flusen mit eingezogen werden, ist so gesehen nur ein erfreulicher Nebeneffekt. Die eingesaugte Luft fließt innen durch einen Filter, wo der Staub seine letzte Ruhestätte findet. Die wieder ausgegebene Luft ist dank des Filtervorgang also sauberer, als sie es zuvor gewesen ist. Diese spektakuläre Erfindung stammt aus den USA und existiert schon seit über einem Jahrhundert. Daniel Hess soll 1860 die ersten Modelle zusammen mit dem Erfinder Ives W. McGaffey gebaut haben. Das erste Patent gab es 1876. James Spangler revolutionierte die Staubsaugeridee Jahre später, indem er seinen Staubsaugerkasten zusätzlich mit einer Bürste ausstattete, die widerspenstigen Schmutz lösen sollte. Er verkaufte seine Idee an die Hoover Harness and Leather Goods Factory, die innerhalb der USA bis heute der führende Staubsaugerhersteller ist. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg besaß allerdings kaum jemand Staubsauger. Erst in den 80er Jahren wurden die Preise erschwinglicher und die Geräte leichter führbar. Alternativen waren damals der Teppichklopfer und auf Flächen ohne Teppiche der Besen. Später konnte für Teppichböden alternativ auch ein Schaumreiniger angewandt werden, was verglichen mit dem luxuriösen Staubsaugerprinzip aber deutlich zeitaufwändiger war. Eine revolutionäre Weiterentwicklung der Staubsaugeridee war der beutellose Staubsauger, der mit weniger Instandhaltungsaufwand, besserem Geruch und einem leichteren Gewicht sowie einer ergnomischeren Handhabung einherging. Der Luftstrom von beutellosen Staubsaugern erzeugt einen Wirbel, der den Staub nach außen drückt. Bei hoher Rotationsgeschwindigkeit sind diese Geräte nicht einmal auf einen zusätzlichen Filter angewiesen. Konventionellen Staubsaugern haben sie wegen ihrer Filter- und Staubbeutellosigkeit vor allem die Geruchsneutralität voraus. Auch finanziell bietet diese Variante allerdings ihre Vorteile, denn Staubsaugerbeutel müssen nicht gewechselt und damit nicht nachgekauft werden. Gerade auf größeren Flächen und/oder bei hohem Schmutzaufkommen eignen sich beuttellose Stabsauger daher besser.

Modelle und Kauf beutelloser Staubsauger

Ob Bosch, Vorwerk, Philips, Grundig oder der Hoover – beutellose Staubsauger annähernd aller Marken gibt es in verschiedenen Modellarten. Die Unterschiede reichen von der Größe über die Ergonomie bis hin zum System an sich. Bei der Auswahl müssen Sie vor allem wissen, welche Flächen Sie mit dem Gerät reinigen wollen. So lässt sich das Modell genau auf Ihre Ansprüche abstimmen.

  • Filtersysteme: Ein wichtiger Unterschied zwischen den verschiedenen Staubsaugermodellen ohne Beutel ist der zwischen Filtersaugern und solchen Varianten, die komplett ohne Filter arbeiten. Allergiker kaufen lieber einen beutellosen Staubsauger mit Filtersystem. Manche dieser Systeme sind auswaschbar, andere reinigen sich selbst. Auch hierauf achten Sie als Allergiker, denn bei selbstreinigenden Systemen kommen Sie nie in direkten Kontakt mit den eingesaugten Partikeln. Falls Sie keine Allergie haben, können Sie sich selbstverständlich auch für filterlose Varianten entscheiden. Beutellose Sauger ohne Filtersystem sind in der Regel leichter zu ziehen und eignen sich daher vor allem dann für Sie, wenn Sie gesteigerten Wert auf leichte Gängigkeit legen.
  • Größe: Neben der konventionellen Staubsaugergröße gibt es beutellose Sauger auch als Hand- oder Industrieapparate. Das spielt für Sie beim Kauf eine große Rolle, denn während Sie für die eigenen vier Wände ein Modell durchschnittlicher Größe kaufen, werden Sie für das Auto wohl eher einen Handsauger benötigen. Für Ihre Ladenfläche brauchen Sie wegen der hohen Belastung dagegen meist einen Sauger mit höherem Fassungsvermögen, wie Industrievarianten es in der Regel aufweisen. Mittlerweile gibt beutellose Staubsauger neben den genannten Ausführungen sogar als Staubsaugerroboter, die sich mittels Sensoren selbstständig durch den Raum bewegen und so die Reinigung übernehmen, während Sie sich mit anderen Arbeiten befassen.
  • Technik: Am häufigsten kommt für moderne Staubsauger ohne Beutel die Zyklontechnik zum Einsatz. Während manche der Sauger aber mit der Single-Zyklontechnik arbeiten, laufen andere über die Multi-Zyklontechnik. Bei der Single-Zyklontechnik wird die Saugluft nur einmalig über die Fliehkraft gereinigt, was nur grobe Partikel entfernt. Für den Feinstaub sind dabei Filter zuständig, die Sie besonders oft reinigen müssen. Die etwas teureren Modelle der Multi-Zyklon-Technik arbeiten dagegen mit bis zu drei Reinigungszyklen, sind in ihrer Reinigungskraft aber effektiver und zugleich mit weniger Pflegeaufwand verbunden.
  • Trocken- oder Nasssystem: Neben dem konventionellen Trockensaugsystem gibt es beutellose Staubsauger im Nasssaugsystem. Diese Art des Staubsaugers garantiert eine besonders hygienische Reinigung von zuweilen auf starken Verschmutzungen. Speziell in Wohnungen mit gemischtem Bodenbelag machen sich Nasssaugsysteme oft besser als Trockensauger. Auf reinen Teppichböden hilft das Nasssaugsystem, tiefer gehende Verschmutzungen in den Teppichfasern zu bereinigen und unangenehme Gerüche aus dem Boden zu lösen.
  • Düsen und Aufsätze: Ein wichtiger Unterschied zwischen den verschiedenen Modellen beutelloser Staubsauger ist die jeweilige Kombinierbarkeit mit Spezialdüsen. Tierbesitzer brauchen auch für beutellose Staubsauger zum Beispiel eine Spezialdüse zur Enthaarung von Teppichen und Polstern. Nicht alle Staubsaugermodelle lassen sich mit einer solchen Düse kombinieren. In anderen ist dieser Aufsatz wiederum schon inbegriffen. Falls auch Sie ein Tier haben, das seine Spuren auf Ihren Teppichböden hinterlässt, achten Sie bei der Modellauswahl unbedingt auf diese Eigenschaft.
  • Ergonomie: Das Fassungsvermögen kann ein Kaufkriterium für beuttellose Stabsauger sein. Welches Volumen Sie benötigen, hängt ganz von der Raumgröße ab. Allerdings sollten Sie immer bedenken, dass ein Modell mit höherem Volumen in der Regel auch mit höherem Gewicht verbunden ist. Da sich beutellose Staubsauger ab einem bestimmten Gewicht nicht mehr als ergonomisch erweisen, sollten Sie den Sauger im Idealfall testen, bevor Sie zuschlagen. Nur wenn Sie das Gerät gut ziehen können und damit problemlos in kleinste Ecken gelangen, ist es einen Kauf wert. Das Fassungsvermögen tritt in diesem Sinn hinter die Ergonomie zurück. Lieber leeren Sie den Sauger öfter, als dass Sie ihn gar nicht bewegen können.

Der große Test für Staubsauger ohne Beutel

MarkeDysonBoschAEG
ModellDC62BGS51432UCANIMAL
ArtAkku HandstaubsaugerBodenstaubsaugerBodenstaubsauger
Leistung350 Watt1400 Watt1400 Watt
Gewicht2kg9kg10kg
Fassungsvermögen0,4 Liter3 Literüer 1,8 Liter
Saugradius-11 Meter10 Meter
ZubehörFugendüse
Kombi-Zubehördüse (bestehend aus Schmutz- und Bürstendüse)
HartbodenbürsteHartbodenbürste, Tierhaarbürste
Lautstärkek.A.71dBk.A.

Pflege für Staubsauger ohne Beutel

Pflegemaßnahmen verlängern das Leben jedes Geräts. Das gilt auch für Staubsauger ohne Beutel. Welche Pflegemaßnahmen Sie im einzelnen betreiben sollten, hängt stark von der Modellart ab. In der Regel sollten Sie Staubsauger ohne Beutel aber nach jedem Saugen reinigen. Falls Sie diese Reinigung nicht oder nur unregelmäßig vornehmen, müssen Sie mit Funktionsbeeinträchtigungen, wie beispielsweise einer rückläufigen Saugleistung rechnen. Die Reinigung kann vom Ausspülen des Auffangbehälters bis hin zum Auswaschen des Filters unter fließendem Wasser reichen. Im Auffangbehälter befinden sich in der Regel die gröberen Staub- und Dreckstücke, sodass Sie diesen Behälter nach einem Sauggang zwar entleeren, aber nicht jedes Mal nass reinigen müssen. Das Filtersystem nimmt den Feinstaub auf und sollte idealerweise nass gereinigt werden. Bevor Sie den Staubsauger nach einer Reinigung wieder zusammenfügen, lassen Sie alle Komponenten vollständig trocknen. Bei beutellosen Saugern mit integrierten Filtersystemen denken Sie außerdem unbedingt auch daran, dass der Filter regelmäßig ausgetauscht werden sollte. Dieser Filterwechsel findet bei durchschnittlichem Gebrauch und durchschnittlicher Verschmutzung rund einmal pro Jahr statt und garantiert, dass Ihr Gerät auch nach mehreren Jahren noch die anfängliche Saugleistung zur Feinstaubreinigung erbringt.